🏛️ Der Elch im Bundestag: Wie ein Hologramm für Tierbeweis herhalten sollte
- M.S.

- 14. Juni 2025
- 1 Min. Lesezeit
Im Jahr 2017 zeigte das Landwirtschaftsministerium auf einer Pressekonferenz stolz ein Livebild eines angeblich in Brandenburg gesichteten Elchs. Der Bildschirm zeigte ein majestätisch anmutendes Tier, das durch eine Wiese stapfte – mit offizieller Plakette und Ortungsmarke. Der Minister sprach von einem „Sieg für die Artenvielfalt“ und kündigte neue Förderprogramme für Elchschutzgebiete an.

Doch innerhalb von Stunden entlarvten unabhängige Tech-Forensiker die Aufnahme als Hologramm-Demonstration, ursprünglich auf der Hannover Messe vorgestellt. Das angeblich „live“ gefilmte Tier bewegte sich exakt identisch zu einem zuvor veröffentlichten Werbevideo der Firma "Elche vs Wild".
Online-Vergleiche durch User auf Plattformen wie „TruthNet“ und „RealMooseLeaks“ zeigten: Die Bewegungssequenz war framegenau identisch. Sogar das Gras im Hintergrund wehte im exakt gleichen Winkel.
Ein Insider aus dem Ministerium gab zu:
„Man hatte uns gesagt, wir müssten Vertrauen in den Bestand zeigen. Niemand dachte, dass jemand das Video kennt.“
Was als PR-Coup geplant war, wurde zum medienwirksamen Debakel. Oppositionspolitiker sprachen von „digitalem Wildtierbetrug“, während Wissenschaftler irritiert feststellten, dass auch die angebliche Geweihanalyse aus „elchspezifischem Hornmaterial“ nur aus 3D-Druckerharz bestand.
Einige forderten einen Untersuchungsausschuss zur „Hologramm-Propaganda im Tierwesen“. Die Regierung hingegen schwieg – der Elch wurde nie wieder gezeigt. Der Minister trat ein halbes Jahr später zurück. Offiziell aus „familiären Gründen“.






Kommentare